MEDITATION

 

Die Praxis des Geistes

Verstand & Körper sind nicht voneinander getrennt. Der Eine ist der Spiegel des Anderen. Je tiefer wir uns in der Meditation unseren Ängsten und Gegensätzlichkeiten stellen, unseren Rollen und Vermeidungsmustern, um so tiefer durchdringen wir unseren Körper während der Yoga Praxis. Doch nicht mit Gewalt, in dem wir an uns reißen, uns zwingen und versuchen Kontrolle über den Körper, mit seinem Pool an verdrängten Emotionen zu gewinnen. Nein, es ist eher ein Zurücktreten aus der Zeitachse, ein Lauschen, eine innere Verneigung vor dem was ist, die in bedingungslosem Gewahrsein & Frieden münden kann.

So öffnet sich dem Schüler am Punkt der Loslösung vom Verstand und seinen Inhalten, dann eine völlig neue Dimension von Intelligenz, die es vermag die inneren Körperlandschaften mit gleichmütigem Sehen zu durchdringen.

Wie also meditiert man?

 

Zu Beginn ist es gut, wenn Du Dich nur auf Deinen Atem fokussierst...

Ich weiß, leichter gesagt als getan. Sobald wir die Augen schließen, bietet sich uns ein Feuerwerk an Informationen, Gedanken, Bildern und Gefühlen, die alle im Gleichklang "Nimm mich!" zu rufen scheinen. Eine gefühlte Invasion von verletzten Kindern, ängstlichen Saboteuren, wortwitzigen Gedankenjägern & kreativen Machern, die alle nur ein Ziel verfolgen, sich Gehör zu verschaffen.

Meist reagieren wir auf die Hälfte des Angebotes mit Abwehr und auf die andere Hälfte mit Neugier und Zustimmung, ohne zu wissen, dass die Zustimmung zum Einen, das Andere nicht auflöst, sondern verstärkt. Wir versuchen einen Sinn aus all den Gedanken und Stimmen in uns zu enträtseln, uns zu finden in diesem Wirrwarr von Gegensätzlichkeiten und verlieren dabei den wahren Bezug zu uns selbst und unserem Körper, hier im gegenwärtigen Moment.

Einer meiner Lehrer, Sri Nisargadatta Maharaj hat einmal gesagt:

"As all waves are in the ocean, so are all things, physical and mental in awareness. Hence awareness itself is all important, not the content of it."

So ist die Entscheidung eigentlich recht einfach, wenn man bereit ist all Das, womit man sich im Laufe seines Lebens identifiziert hat, loszulassen, um in etwas noch Größeres einzutreten.

In den SIAYOGA Meditationen, geht es demnach weniger darum Lösungen für spezielle Probleme und Inhalte zu finden, denn sie alle wurzeln an einem bestimmten Punkt.

Es geht viel mehr darum, den Griff um Dich herum zu lockern und zu schauen, was geschieht, wenn Du dem Strom des Atems folgst. Die Ebenen und Shifts von Gewahrsein, die während einer Meditation und einer Yoga Praxis entstehen können, führen zu immer tieferen Einsichten über Dich und Dein Wesen. Das Einzige was Du tun musst, ist gar nichts zu tun, außer zum Sehen selbst zu werden.

 

Näheres erfährst Du dann im Kurs.

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